Im Jahr 868 gründeten Luithard, der dritte Paderborner Bischof, und seine Schwester Walburga „in territoria villae, quae Herisi nuncupator“, übersetzt: im Gebiet des Ortes, der Herisi genannt wird“ ein adeliges, später hochadeliges, freiweltliches Damenstift.
Diese Entscheidung prägte den Ort Heerse respektive Neuenheerse bis zur Aufhebung des Stiftes im Jahr 1810 und darüber hinaus bis heute.
Um die Bedeutung des damaligen Geschehens hervorzuheben, gedenkt die Gemeinde Neuenheerse jährlich der Hl. Walburga, der ersten Äbtissin. Dies geschieht stets am Sonntag nach dem 4. März, ihrem Todes- und Namenstag, in diesem Jahr am 8. März.
Die Feierlichkeiten beginnen mit dem Hochamt um 09.30 Uhr in der ehemaligen Stiftskirche. Musikalisch wird die Liturgie vom Frauenchor St. Vitus aus Willebadessen und von Herrn Bernd Krzewitza an der Orgel begleitet.
Danach folgt die Veranstaltung „Stiftsgeschichte und Kirchenmusik“.
Aus der reichen Stiftsgeschichte werden ausgewählte Ereignisse vorgestellt.
Ein besonderes Anliegen ist es diesmal, das Wirken des großen Heimatforschers, Pfarrer Anton Gemmeke, zu würdigen. Ihm ist es zu verdanken, dass die Geschichte des Stiftes systematisch aufgearbeitet wurde. Das Ergebnis veröffentlichte er u.a in seinem großen Hauptwerk „Geschichte des adeligen Damenstifts zu Neuenheerse“.
Sein Nachfolger, Pfarrer Ludwig Struckmann, arbeitete in seinem Sinne weiter und soll in gleicher Weise Anerkennung finden.
Zwischen den Vorträgen werden Orgelstücke aus dem Barock dargeboten.
Herzliche Einladung zur Teilnahme!
Thomas Arens und Franz Becker