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St. Peter und Paul

Älteste Stadtgemeinde von Bad Driburg

So erreichen Sie uns:

Katholische KiTa St. Peter und Paul

Leitung: Silvia Buschmann

Am Aliserbett 1
33014 Bad Driburg
Tel.: 052 53 / 27 64
E-Mail: st.peterundpaul.baddriburg@kath-kitas-hochstift.de

Homepage: www.kita-st-peter-und-paul.de

Wir arbeiten gemeinsam an einer gerechten Welt für alle. Dazu betreiben wir in der Langen Straße 92 (links neben Leder Gocke) einen Eine-Welt-Laden. Hier bieten wir Produkte aus fairem Handel an. Außerdem engagieren wir uns in unserer Pfarrgemeinde St. Peter und Paul und darüber hinaus.

Öffnungszeiten:

  • Montag – Freitag   von 9:30 bis 12:30  Uhr
    und 15:00 bis 18:00  Uhr
  • Samstag                von 9:30 bis 12:30 Uhr

 

Unsere Produkte bieten wir auch auf vielen kirchlichen Veranstaltungen (Kirchenkaffee, Pfarrfest, Weltgebetstag der Frauen, … ) an.

Wir freuen uns auf ihren Besuch.

 

Der Eine-Welt-Kreis stellt sich vor

Es gibt den „Eine-Welt-Kreis Bad Driburg“, seit 2005. Wir gehören zur Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Bad Driburg und bieten in unserem Eine-Welt-Laden faire Waren zum Verkauf an.

Wenn Sie bei uns einkaufen, bekommt auch der Kleinbauer in der sogenannten „Dritten Welt“ noch einen fairen Preis für seine Ware. Wir arbeiten gemeinsam an einer gerechten Welt für alle.

Wir sind Frauen und Männer, die in diesem Kreis ehrenamtlich arbeiten. Einmal im Monat treffen wir uns zur Terminplanung und besprechen die anstehenden Arbeitseinheiten.

Außerdem ist ein fester Bestandteil unserer Tätigkeit die Gestaltung der Gottesdienste am Misereor-Sonntag und am Weltmissionssonntag.

Für unsere Arbeit im „Eine-Welt-Kreis“ sind viele Hände nötig. Daher sind wir immer auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Haben Sie Interesse an dieser Arbeit und möchten Sie mithelfen unsere Ziele zu erreichen? Sprechen Sie uns einfach an! Wir freuen uns über jedes neue Gesicht in unserem Kreis. Egal welcher Konfession oder Gemeindezugehörigkeit.

Telefonisch erreichen Sie uns unter: 05253/7547 Pia Niemann, Bad Driburg, oder 05253/2804 Christa Wirth, Bad Driburg.

… was wir zu bieten haben

Wir bieten Produkte aus Fairem Handel an. (z.B. Kaffee, Tee, Schokolade, u.v.a.m.). Die Erzeuger kommen vor allem aus Lateinamerika, Afrika und Asien. Sie erhalten höhere Preise als auf dem Weltmarkt üblich. Diese Handelspartner sind vorwiegend Kleinproduzenten, die im weltweiten Handel besonders benachteiligt sind. Durch Abnahmegarantien und Finanzierungsmodelle sind sie in der Lage, sich eine menschenwürdige Existenz zu schaffen. In ihren Kooperativen entstehen Kindergärten, Schulen und Krankenstationen.

Definition von Fairem Handel

Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt.

Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für Benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung.

Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit VerbraucherInnen) für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.

(Definition der internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels FLO e.V, WFTO und EFTA)

Mehr Infos zum Chor unter Kirchenmusik

zur Internetseite der KjG

Der Kinder- und Jugendtreff ist ein offenes Angebot der Freizeitgestaltung. Wir bieten Räume und Zeiten für Kinder und Jugendliche, in denen sie sich frei entfalten können. Unter dem Grundsatz der Partizipation führen wir Angebote mit den Kindern und Jugendlichen durch, welche auf ihren Wünschen, Interessen und Ideen beruhen. Zudem gehören Ferienprogramme und diverse Projekte, sowie Veranstaltungen zu unserer Tagesordnung. Der Kinder- und Jugendtreff bietet Angebote ab dem Alter von sechs Jahren, welche sich nach Altersstufen gliedern. Uns ist es ein wichtiges Anliegen, jeden Tag unsere Türen für die Besucher*innen zu öffnen und ihnen einen verlässlichen Ort der Begegnung und Unterstützung in jeglichen Lebenslagen zu bieten. Hierbei ist ein wichtiger Grundsatz die niedrigschwellige Konzeption sowie die Offenheit des Angebotes. Des Weiteren bietet der Kinder- und Jugendtreff eine Hausaufgabenbetreuung für Kinder im Grundschulalter an (Montag bis Donnerstag: 11:30 bis 15 Uhr).

Unsere Öffnungszeiten:

  • Kindertreff: Mittwoch 15-18 Uhr, Donnerstag 15-17:30 Uhr – Alleestraße
  • Jugendtreff: Montag und Mittwoch 15:30-19:30 Uhr, Donnerstag – Von-Galen-Str.
  • Teenietreff: Freitag 13:30-17 Uhr – Alleestraße
  • Offener Treff: Dienstag 13:30-17 Uhr – Alleestraße

Das Team des Kinder- und Jugendtreffs Bad Driburg
Alleestraße 4/ Von-Galen-Straße 1
33014 Bad Driburg
Telefon: 01716924700
Email: jugendtreff-bad-driburg@gmx.de

Geschichte unserer Kirche

Die kath. Kirchengemeinde St. Peter und Paul, Bad Driburg, hat eine über 1.200-jährige geschichtliche Vergangenheit.

Bereits um 780/90 befand sich in der ehemaligen Sachsenfestung auf der Iburg die St. Petrus Kirche, die der Frankenkönig Karl der Große hatte erbauen lassen. Zu dieser Missionskirche gehörte als Ur-Pfarrei der historische Nethegau, das Gebiet zwischen dem Eggegebirge und der Weser. Als im Jahr 799 in Paderborn unser Bistum gegründet wurde, schenkte der Frankenkönig auf die ausdrückliche Bitte des Papstes die St. Petrus Kirche mit allen Zubehörungen dem gerade gegründeten Paderborner Bistum.

Um 1225 entstand westlich der Burg, die “Stadt Iburg”, die aber schon bald ins Tal verlegt wurde.

Der Paderborner Fürstbischof Simon zur Lippe (1247 – 77 ) gründete um 1250 Driburg und verlieh dem Ort Stadtrecht. In der Mitte der mit Mauern und drei Toren bewehrten Stadt ließ der Bischof die spätromanische Pfarrkirche bauen, die dem Apostel Petrus geweiht wurde. Von der Ausstattung dieser Kirche ist heute noch der Taufstein erhalten, der jetzt im Seitenschiff seinen Platz gefunden hat.

Im 30-jährigen Krieg wurde die Kirche wiederholt von Soldaten geplündert und fiel 1636 einer großen Feuersbrunst zum Opfer. Der Turm stürzte ein. Erst 1676 wurde die Kirche renoviert: Der Kirchturm wurde wieder aufgebaut, ebenso das verfallene nördliche Seitenschiff. Die Pfarrkirche erhielt eine barocke Ausstattung, von der noch die beiden Statuen der Apostel Petrus und Paulus erhalten sind.

1796 gelangte der Grabstein des am 15. Mai 1463 verstorbenen Domherrn Heinrich von Driburg in Besitz der Pfarrgemeinde und fand im linken Kircheneingang Aufstellung.

Im Jahre 1823 wurde die Kirche erweitert: Das südliche Seitenschiff wurde abgerissen und erheblich vergrößert als dreijochige Anlage errichtet.

70 Jahre später befand sich die Pfarrkirche in einem schlechten Zustand. Sie wurde außerdem der wachsenden Bevölkerungszahl der Badestadt nicht mehr gerecht. Ein größerer Neubau an gleicher Stelle wurde geplant. Als der Regierungspräsident die Schließung der vom Einsturz bedrohten Kirche verfügte, wurde im Garten des Josephinums – des alten Krankenhauses – eine Notkirche errichtet. Im Oktober/November 1894 beganinn der Bau. Ein Jahr später wurde am 17. September das Richtfest gefeiert. Die Kirche wurde winterfest gemacht und die Innenarbeiten begannen.

Wieder ein Jahr später, im September 1896 erhielt die Kirche die Fenster, geliefert von der Fa. Schmolz & Schneiders, Köln-Lindenthal.  Die Fenster im Querschiff zeigen links die Weisen aus dem Morgenland und rechts Jesus, die Kinder segnend.

Im Oktober 1896 wurden die neugotischen Altäre aufgestellt. Sie sind aus Eichenholz gearbeitet, angefertigt von der Werkstatt des Bildhauers Brockhinke, Wiedenbrück.
Der Hochaltar – ein Flügelaltar – zeigt die Verkündigung, die Geburt Christi, die Grablegung, die Auferstehung des Herrn, die Anbetung der Magier und das letzte Abendmahl.

Auf den Tabernakeltüren ist der Psalm-Vers künstlerisch gestaltet:

Wie der Hirsch sich nach der Wasserquelle sehnt, so sehne ich mich nach Dir, mein Gott!

Der rechte Seitenaltar – Kreuzaltar – ergänzt die theologische Aussage der Reliefs des Hochaltars: Die Kreuzigung, der Auferstandene begegnet dem Apostel Thomas, die Himmelfahrt des Herrn. Der linke Seitenaltar – Marienaltar – entstand in der Kunsttischlerei Schweppenstedde, Wiedenbrück. Der Kunst- und Kirchenmaler Goldkuhle schuf die Marien-Statue, der Künstler Moormann die Reliefs: Die Darstellung im Tempel und die Flucht nach Ägypten.

Gut 2 Jahre nach Baubeginn – in der Adventszeit 1896 – konnte die Kirche benutzt werden.

Am 4. Mai 1897 wurde die Pfarrkirche durch den Paderborner Bischof Hubertus Simar geweiht.

Im Herbst 1909 erhielt die Pfarrkirche ihre erste Ausmalung durch den Wiedenbrücker Kirchenmaler Eduard Goldkuhle.

1957 und 1973 erfolgten größere Renovierungen.

1984 wurde der Zelebrationsaltar, der die Bekehrung des Hl. Paulus an der Frontseite bildnerisch dargestellt und der Ambo von den Gebr. Winkelmann neu geschaffen.

1995 wurde der Kreuzweg – von 1867 – restauriert.

Die Renovierung 2008 begann mit der Einrüstung der ganzen Kirche nach dem Weißen Sonntag. Am Vorabend des 1. Adventssonntages konnten die Gläubigen wieder in ihre Kirche einziehen. Während der Renovierungsphase fanden die Sonntagsgottesdienste in der Kirche des St. Xaver-Gymnasiums statt.

Während der Renovierung wurde der weiße Anstrich abgetragen und der Schmutz mit Spezialschwämmen abgerieben. Unter den Bänken wurden neue Holzpodeste angebracht. Die Elektroanlage wurde erneuert und die Ausleuchtung der Kirche durch neue Leuchten verbessert.

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul Bad Driburg

Eine erste spätromanische Kirche wurde etwa 1260 an diese Stelle gebaut. Diese fiel 1636 einer Feuersbrunst zum Opfer und wurde 1676 in einer barocken Ausstattung wieder aufgebaut.

Die heutige dreischiffige neugotische Hallenkirche wurde in den Jahren 1894 – 1897 nach Plänen des damaligen Paderborner Diözesanbaumeisters Arnold Güldenpfennig errichtet.

Die Kirchenfenster wurden von Schneiders & Schmolz in Köln gefertigt und 1896 eingebaut. Das Dreikönigsfenster hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe zum „Denkmal des Monats Januar 2006“ gekührt.

Im Jahre 1867 wurden 14 ausdrucksvolle Kreuzweg-Reliefs für die damalige Kirche angeschafft. Sie wurden 1894 in die Notkirche und später in die jetzige Kirche übernommen. Dabei wurde der alte Rahmen gegen eine neugotischen ersetzt. Zwischenzeitlich waren die ehemals farbigen Reliefs sandsteinfarben übermalt, 1995 wurden sie restauriert und im Zuge dessen wieder farbig gefaßt.

Die ebenfalls neugotische Ausstattung der Kirche stammt aus der „Wiedenbrücker Schule“ (Werkstätten Becker-Brockhinke und Schweppenstedde, 1896-1898) und ist praktisch vollständig erhalten. Sie wird wegen ihrer kunsthandwerklich herausragenden Qualität gelobt.

Hierzu gehören der Hochaltar und die beiden Seitenaltäre, die Kanzel, die Orgelbühne und das Chorgestühl.

Die Ausmalung des Kirchenraumes im barockisierenden Jugendstil besorgte Eduard Goldkuhle im Jahre 1909. Zwischenzeitlich wurde diese weiß übertüncht.

Im Zuge der zwischen 2008 und 2009 umfassend durchgeführten Renovierung wurde die 100 Jahre alte Ausmalung freigelegt und aufgefrischt. Ihre Wirkung wird durch die neu beschaffte Kirchenbeleuchtung eindrucksvoll herausgehoben.

1898 lieferte Franz Eggert aus Paderborn die damals 27-registrige Orgel. Sie wurde nach Umbauten im Jahre 1989 von Eggerts Nachfolger Siegfried Sauer mit überzeugendem Ergebnis in das originale Klangbild zurückgeführt und ist seitdem wieder eine der klangschönsten deutsch-romantischen Orgeln im Hochstift Paderborn. Das Instrument hat heute mechanische Schleifladen bei 31 Registern auf zwei Manualen und Peda

Der romanische Taufstein von 1260, zwei Barockskulpturen der Schutzheiligen aus dem Jahre 1676 sowie der Grabstein des Domherrn Heinrich von Driburg wurden aus der um 1260 errichteten und 1891 abgerissenen Vorgängerkirche St. Petrus übernommen.

So stellt sich die Pfarrkirche St. Peter und Paul als Gesamtkunstwerk des Historismus dar.

Zu jeder Kirche gehören Glocken. Sie sagen an, was die Stunde geschlagen hat, sie rufen zu den Gottesdiensten, sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf freudige Ereignisse oder Unglücke.

Auf den Turm und den Dachreiter verteilt, versehen sieben Glocken seit 71 Jahren ihren Dienst in St. Peter und Paul. Schon 1946, als hätte man keine anderen Sorgen gehabt, wurden diese Glocken aus Bochum herangeschafft und im Turm plaziert. Es ist das dritte Geläut seit Errichtung der Kirche. Die ersten drei Bronzeglocken, zwei aus der alten Kirche übernommen, eine 1896 dazu gegossen, wurden im ersten Weltkrieg requiriert. Dann wurden 1924 drei neue Bronzeglocken in den Turm gezogen, die den zweiten Weltkrieg nicht überstanden.

Im Protokollbuch des Kirchenvorstandes heißt es unter dem 19.5.1946: „Die Anschaffung von fünf neuen Glocken beim Bochumer Verein (Abt. Glockengießerei) wird freudig gutgeheißen und einstimmig beschlossen.“ und am 03.09.1946: „Am kommenden Sonntag soll die Weihe der Glocken sein. Weiter soll eine sechste Glocke, eine Angelusglocke und eine für den Friedhof angeschafft werden.“ Unter dem 17.7.47 wird anerkennend erwähnt, dass Heinrich Kappe, Glöckner an St. Peter und Paul, große Opfer bei der Beschaffung der Glocken auf sich genommen hat.

Die kurze Zeitspanne zwischen Beschluss und Ausführung der Glockenanschaffung lässt schon vermuten, dass die Glocken nicht neu hergestellt wurden, sondern aus dem Altbestand der Firma Bochumer Verein zusammengestellt wurden. Das Gussjahr ist auf den Glocken vermerkt und gibt Auskunft, dass vier Glocken 1938/39 und drei Glocken 1946 gegossen wurden. Es sind die ersten Gussstahlglocken im Kirchturm von St. Peter und Paul. Seither gab es bei den regelmäßigen Wartungsarbeiten anfallende Reparaturarbeiten. Als größere Maßnahme wurde 1972 der Glockenstuhl durch eine feuerverzinkte Stahlkonstruktion ersetzt.

Das Erzbistum-Paderborn zeigt auf seiner Internetseite Panoramen verschiedener Kirchen des Erzbistums. In einem 360-Grad Rundumblick kann man sich ihr Inneres dreidimensional, deailgenau und farbenprächig (siehe Bild oben) interaktiv ansehen:

Panorama von St. Peter und Paul    (öffnet ein neues Browserfenster)

Kleine Anleitung: Bringen Sie den Mauszeiger in die Bildmitte und bewegen Sie die Maus, bei gedrückter Maustaste, langsam in die Richtung in die Sie schauen möchten. Links, Rechts, Decke, Fußboden. Alles geht. Rein- und Rauszoomen erledigt das Mausrad. Im Fall von „Touch“ ersetzen sie die Maus durch einen und das Mausrad durch zwei Finger. In beiden Fällen gilt: immer schön langsam bewegen, sonst fahren sie leicht Karussell.

Taucht im Bild ein Pfeil auf, können Sie sich durch Anklicken auf einen neuen Standort innerhalb der Kirche begeben.

Die neuen Glocken….

In unserer Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Bad Driburg gibt es viele „religiöse Orte“. Ihre Bedeutung für die Gemeinde kann je nach Blickwinkel unterschiedlich sein. Einige werden täglich genutzt und sind ein Treffpunkt für die Gemeinde. Andere sind eher unauffällig.

Der Pfarrgemeinderat von St. Peter und Paul hat die nachfolgende Liste erstellt und wünscht sich, dass die Präsentation dieser Orte ein Anstoss sein kann für einen Besuch, für ein (Wieder-)Bemerken, oder auch ein Verweilen in stiller Andacht oder Meditation.

 

Die Petrus-Kirche auf der Iburg wurde von Karl dem Großen errichtet und ist eines der ersten christlichen Zeichen unserer Gegend.

Schon 1600 soll in der Ruine der Peterskirche ein Kreuz errichtet worden sein.
1983 zerschlug ein Sturm das, von 1885 stammende, neugotische Sandsteinkreuz. Sein Nachfolger ist ein auf dem alten Steinsockel errichtetes Stahlkreuz.

Die Bad Driburger Kirchengemeinden „St. Peter und Paul“ und „Zum Verklärten Christus“ feiern in der Ruine der Burgkirche an jedem ersten Sonntag im Mai eine gemeinsame Messe unter freiem Himmel.

In den Sandsteinsockel ist folgende Inschrift eingemeißelt:

Stat crux dum volvitur terra

(Das Kreuz steht, während die Erde sich dreht)

(Santa Maria del Toto)

Am Waldrand westlich des Clemensheims steht am Rundwanderweg „Sachsenring“ die Marienkapelle. Eine erste hölzerne Kapelle wurde 1932 errichtet. 1952 wurde sie durch eine neue, gemauerte Kapelle ersetzt.

Dieser Bildstock befindet sich an der Nordseite der ehemaligen Werkstatt Brinkmöller. 1926 gab er dem links liegenden, damals wohl namenlosen Gässchen seinen heutigen Namen.

Der Antonius-Bildstock wurde 1992 vom Bad Driburger Heimatverein errichtet. Es ersetzte damals ein auf der gegenüberliegenden Seite der Pyrmonter Straße befindliches Antoniushäuschen, das einer Straßenerweiterung weichen mußte.

 

1931 vom Heimatverein auf der Weberhöhe aufgestellt, steht es seit 1972 unmittelbar oberhalb des St. Josef Hospitals.

Auf dem Sockel steht folgender Vers des Heimatdichters Friedrich Wilhelm Weber:

Und schlaf ich längst schon unter Friedhofslinden
dies solltest Du treu bewahren im Gedächtnis,
als meiner Liebe teuerstes Vermächtnis,
es ist kein Heil als nur im Kreuz zu finden.

Das Stellberg Kreuz steht in der zweiten Stellbergkurve. Bis 1983 ging die Pfarrgemeinde „St-Peter und Paul“ die Stellbergprozession zu diesem Kreuz. An ihre Stelle trat die jährlich in der Ruine der Peters Kirche auf der Iburg stattfindende Messe.

 

An der Bad Driburger Ausfallstraße Richtung Reelsen steht, oberhalb des Straßendurchbruchs zwischen Knochen und Rosenberg, das „Reelser Kreuz“.

Das Kreuz wurde 1863 errichtet, der Heimatverein Bad Driburg hat es im Jahr 2011 restaurieren lassen. Korpus und Sockel sind aus Sandstein. Der Sockel trägt die Inschrift:

Wanderer, wir all‘ hienieden,
Gehen in die Irre viel.
Führ uns Herr, die rechten Wege
Führ uns Herr, zum rechten Ziel!

Leider steht das Kreuz nicht unmittelbar am vorbeiführenden „Sachsenring“, dem Rundwanderweg um Bad Driburg. Es bedarf eines scharfen Blickes hinauf in den Buchenwald um es zu sehen. Wer aber den Abstecher auf die Höhe über der Straße wagt, wird mit einer Bank, einem schönen Gedicht und einem direkten Blick auf das Kreuz belohnt.

 

Im November 1846 stiftete der Kleidermacher Johannes Humborg zu Ehren seines Namenspatrons eine neue Kapelle auf dem Aliserbett. Nebenan stand bis 1854 eine ältere Kapelle, die der Heiligen Agatha geweiht war. Diese Kapelle war nach den größten Stadtbränden um 1680 gebaut worden.

Heute lädt die Kolpingfamilie einmal im Jahr zu Ehren Johannes des Täufers hier zu einer Messe ein.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 1. Oktober 1933. Damals lag die Verantwortung für den Friedhof noch bei der Kirchengemeinde St. Peter und Paul. 1973 ließ die inzwischen verantwortliche Stadt Bad Driburg eine neue, größere Friedhofshalle errichten

 

Der Marienbildstock steht unterhalb des Clemensheims an der Ausfallstraße nach Reelsen.

Auf der Tafel steht:

Es blüht der Blumen eine,
Auf ewig grüner Au.
Wie diese blühet keine,
Soweit der Himmel blau.

Der Vers stammt aus der ersten Strophe des Gedichtes „Die Marienblume“ (1843) von Guido Görres (1805-1852). Görres dichtete vor allem geistliche Lieder, von denen einige auch Eingang ins volkstümliche Liedgut fanden.

Das Antonius-Kapellchen entstand 1951 und ersetzte damals einen an gleicher Stelle stehenden Antoniusbildstock.

 

Unter zwei mächtigen Linden steht an der Ecke Alleestraße-Markusstraße das Markus-Kreuz. Ein Kreuz an dieser Stelle wird bereits 1792 in alten Unterlagen der Stadt Driburg erwähnt. Das ursprüngliche Blechkreuz wurde später durch dieses neugotische Sandsteinkreuz ersetzt.

Bis 1964 führte eine Bittprozession „zum guten Reifen der Feldfrüchte“ zum Markus-Kreuz. Heute gehen Mitglieder von Kolping und KAB in der Karwoche hierher und halten eine Gebetsstunde ab.

In den Sandsteinsockel ist der Spruch „Consum malum est“ eingemeißelt.

 

Das Missionskreuz steht an der Südseite der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Auf dem Kreuz sind die Jahreszahlen aufgeführt, an denen in Bad Driburg sogenannte „Volksmissionswochen“ durchgeführt wurden.

Während dieser Missionen besuchen Missions-Padres die Kirchengemeinde und wirken hier eine Woche lang durch zahlreiche Veranstaltungen wie Messen, Predigten, Anbetungsstunden, Beichtgespräche und andere Tätigkeiten.

 

Das Kreuz steht vor einer mächtigen Linde, die 1824 als Mittelpunkt des neuen Gräberfeldes gewählt worden war. Vermutlich als „Friedenslinde“ nach dem 30jährigen Krieg gepflanzt, ist sie damit weit über 300 Jahre alt. Der neue Friedhof war notwendig geworden, da der alte, im Schatten der Pfarrkirche, zu klein geworden war.

Auf dem Sandsteinsockel steht geschrieben:

Verleihe o Herr
allen die hier ruhen
in Erbarmung den
Ort der Erquickung
des Lichtes und des
Friedens!

 

Das Franzosen-Kreuz steht im Kurpark an der Brunnenstraße. Es erinnert an französische Soldaten, die während des 7jährigen Krieges (1756-1763) in einem Lazarett, das sich im heutigen Kurbereich befand, gestorben und nördlich der Capar-Heinrich-Quelle bestattet worden waren.

Das Kreuz hatte bis 1956 einen Barock-Korpus. Es befindet sich heute nicht mehr an seiner ursprünglichen Stelle und wurde zudem 2002 in Richtung Kurpark gedreht.

Bernd Humborg: Kreuze, Bildstöcke, Gedenksteine und –tafeln, Klöster und Kapellen in Bad Driburg; 2008 Druckerei Egeling, Bad Driburg

Dieter Pöppel: Die 1200jährige Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Bad Driburg; 1990 Bonifatius Verlag, Paderborn

Fotos: Klaus Grimm, Ulrich Niemann

Der Kreuzweg in St. Peter und Paul

1867 schaffte Pfarrer Michels  14 ausdrucksvolle Kreuzweg-Reliefs für die damalige Driburger Pfarrkirche an. Am 25. Februar 1867 wurde der Kreuzweg vom Redemptoristen-Pater Victor Hölscher eingeweiht.

Gefertigt worden war der Kreuzweg Ende der 1850er Jahre vom Bildhauer Johann Joseph Imhoff der Jüngere (1796-1880). Als Vorlage für die Stationen dienten ihm Kreuzweg-Fresken des österreichischen Malers Joseph von Führich (1800-1876), die dieser um 1845 für die Wiener St. Johann Nepomuk-Kirche geschaffen hatte. Die internationale Verbreitung dieser Kreuzweg-Motive erklärt sich dadurch, dass von ihnen Kupferstiche angefertigt wurden und unzählige Maler diese als Vorlage für von ihnen gefertigte Kreuzwegtafeln benutzten. Schon 1847 wurde der gesamte Kreuzwegzyklus das erste Mal gedruckt, und seither gilt der Führich-Kreuzweg als der meistkopierte.

Die Arbeiten aus dem Atelier Scherf & Imhoff gingen in die technische Reproduktion. Daher finden sich an mehreren Orten Westfalens oder des Rheinlands diese Kreuzweg-Darstellungen. So etwa in Erwitte-Horn (11 Stationen, Freiland-Kreuzweg, Friedhof der St. Cyriakus-Kirche, 03/2010 LWL-Denkmal des Monats), Schloss Neuhaus (13 Stationen, Freiland-Stationsweg, Gemeindewald Wilhelmsberg), Warburg (13 Stationen, Stationsweg am Burgberg), Werl (6 Stationen, Freiland-Kreuzweg um den alten Stadtkern) oder eben in Bad Driburg (14 Stationen, St. Peter und Paul).
In St. Peter und Paul hängen die polychromierten Terrakottareliefs in profilierten Rahmen im Stil der Neugotik. Auf ihrem Weg aus der, wegen Baufälligkeit, 1894 abgerissenen Bad Driburger Pfarrkirche über eine Notkirche und mit dem Eintritt in die neu gebaute, jetzige Kirche (1899) wurden die alten (Neorenaissance) Rahmen der Kreuzweg-Stationen gegen neue ersetzt. Zwischenzeitlich waren die ehemals farbigen Tonreliefs sandsteinfarben übermalt, 1995 wurden sie restauriert und im Zuge dessen wieder farbig gestaltet. Laut der Restauratorin Sabine Hermes ist das allerdings nicht die entstehungszeitliche Fassung.

Dirk Strohmann beschreibt die Ausführung dieses Kreuzwegs als von hoher kunsthandwerklicher Qualität. Zur Herstellungstechnik der Reliefs schreibt er: Von der Rückseite betrachtet, stellen sich die Terrakottaplatten aus hellem, gelblichem Ton als nach oben in der Tiefe abnehmende Hohlkörper dar, die durch die Randstege und zwei Mittelstege stabilisiert werden. Die fast vollplastischen Hauptfiguren in der vorderen Reliefebene sind ebenfalls hohl, man erkennt dies an rückseitig in den noch feuchten Ton eingestochenen Löchern, die vermutlich während des Brennvorgangs das Entweichen von Gasen ermöglichen sollten. Man darf sich das Ganze vielleicht so vorstellen, dass zunächst die Terrakottaplatte mit den flacheren Reliefzonen ausgeformt wurde, um dann darauf die separat ausgeformten Hauptfiguren einzeln zu applizieren. Das Ganze wurde schließlich vor dem Brand noch einmal modellierend übergangen und versäubert.
Dass eine solche Überarbeitung, bei der auch Details der Oberflächengestaltung nachgearbeitet wurden, stattgefunden haben muss, zeigt z.B. das eingeritzte Quadermauerwerk des Architekturhintergrunds von Station III, das bei allen dem Verfasser(2) bekannten Reliefs in Quadergröße und Fugenschnitt unterschiedlich ausgeführt ist. Ähnliche Abweichungen ergeben sich bei dem Strick, an dem Christus in Station VIII geführt wird oder bei der Lanze des Schergen am linken Bildrand in Station X. In Horn fehlt bei Station VIII und XI jeweils der Nimbus Christi, der im Stich und bei den anderen Reliefs vorhanden ist. Auch können Kopfneigung oder -wendung oder physiognomische Details leicht variieren. Zum einen ist es erstaunlich wie präzise die Ausformungen bei der angenommenen Applikation der Hauptfiguren von Relieffolge zu Relieffolge übereinstimmen, zum anderen hat jedes Relief eine individuelle Nachbearbeitung erfahren, die es zwar nicht zum Unikat macht, aber doch die im Wortgebrauch eher abschätzig gemeinte Einstufung als Massenware zumindest tendenziell relativiert.

Quellen:
(1) Wikipedia, „Johann Joseph Imhoff (der Jüngere)“. „Führich-Kreuzweg“.
(2) Denkmalpflege in Westfalen-Lippe, Plastische „Führich-Kreuzwege“ aus Terrakotta (Dirk Strohmann); Herausgeber: LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, S. 25-33;  Ardey-Verlag Münster 2012.
(3) Diether Pöppel, Die 1200jährige Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde St.Peter und Paul Bad Driburg; Bonifatius-Verlag Paderborn 1990, S.73–77

33014 Bad Driburg

Lange Straße 79

Öffnungszeiten

täglich von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
ab 12.00 Uhr nur bis zum Gitter

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