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Kirche in Zeiten von Corona

Ideen zur Gestaltung der kommenden Zeit in unserem Pastoralen Raum

Liebe Schwestern und Brüder,
eigentlich ist das Ziel unserer Arbeit, Begegnung von Mensch zu Mensch zu ermöglichen, Gespräche, Beistand, Hilfe in guten und in schlechten Zeiten zu leisten. Und das zentrale und wichtigste Anliegen ist Communio, Gemeinschaft. Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch und von Mensch zu Mensch, wie wir es bisher jeden Sonntag in der Kommunion erlebt und gespürt haben. Das ist jetzt in der gewohnten Weise nicht mehr möglich.

Wir müssen auf Abstand gehen, damit die Infektionskurve flacher gehalten wird.
Öffentliche Gottesdienste, auch die Ostergottesdienste und Erstkommunionen und Firmungen, Versammlungen, Sitzungen sind verboten. Der gewohnte Betrieb rund um die Kirche ist eingestellt.

Aber Kirche ist nicht eingestellt!
Mit Phantasie und Kreativität müssen wir diese Zeit gestalten, damit wir die Gemeinschaft nicht verlieren. Darüber machen wir Priester, Gemeindereferentin und Gemeindereferent und Diakone uns Gedanken, werden immer wieder Anregungen geben und sind dankbar für jede Anregung, die Sie uns geben.
Zunächst einmal gilt:

Wir sind da!
Sie können uns jederzeit über Telefon oder Mail erreichen. Wir freuen uns darauf mit Ihnen zu sprechen und zu beten. Telefonnummern und Mailadressen finden Sie im Pfarrbrief und auf unserer Homepage. Scheuen Sie sich nicht unsere Handynummern zu nutzen. Mich erreichen Sie darüber besser, als über Festnetz.

Die Kirchen sind geöffnet
Sie sind zugänglich für das private Gebet. Aber achten Sie bitte auf die jetzt üblichen Verhaltensregeln, lassen Sie genügend Abstand zwischen sich und dem Nächsten. An den Wochentagen finden Sie dort auch das Tagesevangelium vor.

Die Pfarrbüros sind besetzt
Zwar ist Publikumsverkehr nicht möglich, aber Sie können jederzeit dort anrufen.

Unser gemeinsamer Sonntagsgottesdienst ist der Fernsehgottesdienst um 9.30 Uhr im ZDF!
Jeder für sich zu Hause, aber alle in der gleichen Kirche. Wir beten gemeinsam, auch wenn wir räumlich getrennt sind, wir hören das Wort Gottes und die Predigt und im vierzehntägigen Rythmus wohnen wir der gleichen Eucharistiefeier bei. Ich halte es für einen Gewinn, dass wir einmal in der katholischen und einmal in der evangelischen Kirche sein werden. Das ist ein wichtiger Impuls und ein Gewinn für unser ökumenisches Verständnis und kein Verlust unseres katholisches Selbstverständnisses.

Der Engel des Herrn
Wir laden Sie ein, jeden Mittag um 12 Uhr, den Engel des Herrn (Gotteslob 3,6) zu beten. Egal, wo wir auch gerade sind und was wir auch gerade machen, die Glocken rufen uns zu diesem Gebet und wir setzen jeden Tag ein Zeichen der Gemeinschaft.

Ein Gebet für die Herausforderungen dieser Zeit
Auf unsere Homepage setzen wir jeden Tag ein situationsbezogenes Gebet als Anregung oder Impuls, gern auch zum Verteilen an diejenigen, die nicht im Internet unterwegs sind.

Kirchenmusikalischer Akzent
Mit einem Mitschnitt eines Orgel- und Chorkonzertes aus Marienmünster beginnen wir an Palmsonntag die Heilige Woche.

Ein Ostergarten für Zuhause
Für die Kommunionkinder werden Anne Frank und Daniel Feldmann Gestaltungsmöglichkeiten und Bastelanregungen auf unserer Homepage veröffentlichen, damit in den Tagen von Palmsonntag bis Ostersonntag zu Hause ein Ostergarten entstehen kann.

Das sind unsere ersten Planungen für die kommende Zeit. Wir hoffen, unsere bisherige Verbundenheit auf diese Weise beizubehalten. Über weitere Ideen freuen wir uns sehr.

Bleiben Sie gesund!
Ihr Pfarrer Hubertus Rath