Hier finden Sie die Friedhofssatzung der Kirchengemeinde Mariä Geburt Dringenberg
Hier finden Sie den Gebührentarif zur Friedhofsgebührensatzung
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Das Bischof-Bernhard-Haus beheimatet die kleine feine Bücherei, „Mariä Geburt“ Dringenberg. Sie wird ehrenamtlich geführt und hat Donnerstag Nachmittag in der Regel von 17.00 – bis 18.00 Uhr geöffnet.
Die kfd Mariä Geburt Dringenberg / Siebenstern ist aus dem ursprünglich 1917 gegründeten Christlichen Mütterverein hervorgegangen.
Viele Frauen haben in den vergangenen Jahrzehnten die Visionen der kfd geteilt. Wir sind noch heute eine lebendige und starke Gemeinschaft, in der wir das Miteinander fördern, gemeinsam beten und feiern, die Wünsche, Ideen und Interessen unserer Mitglieder aufgreifen und umzusetzen versuchen. Damit schaffen wir in unserer Gemeinde ein soziales Netzwerk unter Frauen, das in der heutigen Zeit von unschätzbarem Wert ist. Wichtig ist uns dabei, Freude, Vergnügen und Abwechslung in den Alltag unserer Mitglieder zu bringen.
Das Leitungsteam der kfd Mariä Geburt Dringenberg / Siebenstern besteht aus sechs Frauen. Es wurde in der Jahreshauptversammlung am 8. November 2025 für vier Jahre gewählt.
Sophia Seifert Teamsprecherin
Helga Niewels stellvertretende Teamsprecherin
Katja Peine Kassenführung
Sonja Röttger-Schumann Mitgliederverwaltung
Sabine Mönnikes Jahresprogramm – Veranstaltungen, Fahrten, Kurse
Bianca Mönnikes Jahresprogramm – Veranstaltungen, Fahrten, Kurse
Kontakt: kfd.dringenberg@gmail.com
Ansprechpartnerin:
Sophia Seifert
Siegmannsbreite 10
33014 Bad Driburg
Tel.: 05259 316
Mit unserem Engagement folgen wir dem gemeinsamen Leitbild aller kfd Diözesanverbände:
„Starke Frauen gestalten Veränderung, damit Gleichberechtigung und Gleichstellung in Kirche und Gesellschaft Realität werden.“
Wir sind ein lebendiger Ort, an dem Frauen aus christlicher Überzeugung informiert politisch aktiv sind. Mit Leidenschaft sind wir die starke Stimme für Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung. Wir treten für gerechte, gewaltfreie und nachhaltige Lebensbedingungen in der Welt ein.
Frauen der kfd sind im Glauben verbunden. Wir lernen und handeln ökumenisch und mit Frauen anderer Religionen. In einem Raum der christlichen Spiritualität finden Frauen Inspiration. Wir gestalten die Kirche der Zukunft – eine Gemeinschaft, die sich wandelt und gerechte Teilhabe für alle ermöglicht.
Frauen der kfd gestalten ihre Biografien individuell. Wir bringen uns mit unserer Vielfalt der Lebensformen und -phasen in die Gemeinschaft ein. Hier findet jede Frau in ihrer Einzigartigkeit Anerkennung und Wertschätzung.
Frauen der kfd begleiten einander auf ihrem Lebensweg, indem sie Erfahrungen teilen. Wir leben Solidarität, fördern das Miteinander der Generationen und bilden so eine Gemeinschaft, die verbindet.
Der Kirchenchor St. Marien Dringenberg trifft sich an jedem 1. Dienstag im Monat um 15 Uhr im Pfarrheim in Dringenberg.
Kontakt:
Vorsitzender: Bernhard Fleckner, Tel. 05259/8156
Schriftführerin: Thea Legge, Tel. 05259/294
Im Turm der Pfarrkirche befanden sich schon immer Glocken. Aus der Dringenberger Chronik wird berichtet, daß die Kirche immer 4 Glocken gehabt hat, die allerdings im Laufe der Jahrhunderte wiederholt umgegossen werden mußten, wiel sie gesprungen waren.
Im 1. Weltkrieg wurden alle alten Glocken eingeschmolzen bis auf eine kleine Glocke aus dem 13. Jahrhundert, die heute als Uhrglocke dient. Diese Glocke ist im Glockenstuhl fest montiert und gibt den Viertelstundenschlag an. Nach dem 1. Weltkrieg wurden übergangsweise Stahlglocken angeschafft, die aber 1928 durch vier neue Bronzeglocken ausgetauscht wurden. Leider wurden diese Glocken 1942 im 2. Weltkrieg nach Lünen zum Einschmelzen abtransportiert.
Am 20. Mai 1949 erhielt die Dringenberger Kirchengemeinde 3 neue Bronzeglocken.
Die größte Glocke erklingt in „d“ und hat einen Durchmesser von 1,39 m und wiegt 1.765 kg. Sie ist der Dreifaltigkeit geweiht und trägt die Inschrift BENEDICTA SIT SANCTA TRINITAS.
Die zweitgrößte Glocke erklingt in „f“ und hat einen Durchmesser von 1,16 m und wiegt 1.031 kg. Diese Glocke ist dem Herzen Jesu geweiht und tägt die Schrift COR JESU DONA NOBIS PACEM.
Die dritte Glocke erklingt in „g“ und hat einen Durchmesser von 1,03 m und wiegt 687 kg. Diese Glocke ist der Patronin der Kirchengemeinde Maria geweiht. Die Inschrift hierzu lautet REGINA COELI ORA ORI NOBIS.
Die vierte Glocke, die am 20. November 1960 geweiht wurde, erklingt in „a“ und hat einen Durchmesser von 93 cm. Sie wiegt 470 kg und ist dem heiligen Josef geweiht.
Gut 4 Kilometer von der Ortsmitte Dringenbergs entfernt liegt auf einer Bergkuppe die Schonlau-Kapelle, die ebenfalls zur Pfarre St. Mariä Geburt gehört. Sie liegt, von alten Bäumen umgeben, inmitten von Feldern. Die Baumgruppe, in deren Mitte sich die Schonlau-Kapelle verbirgt, ist schon von weitem als markanter Ort in der Landschaft erkennbar.
Die Anlage, zu der die Schonlau-Kapelle gehört, ist eine alte Gerichtsstätte, an der das sogenannte Freigericht stattfand.
„Im Kreuz ist Heil“ lesen wir immer wieder an Wegkreuzen – egal, ob am Wegesrand, Feldrand, Straßenrand oder in freier Flur. Doch was bedeutet dieser Satz eigentlich?
In diesem Jahr vor Ostern, in der Fastenzeit – ein zweites Mal in Zeiten sozialer Distanz – möchten wir Gelegenheit bieten „corona-konform“ der vielschichtigen Bedeutung dieser Aussage näher zu kommen.
Zehn Wegkreuze rund um und in Dringenberg wurden ausgewählt und auf der Karte verzeichnet. An jedem dieser Wegkreuze ist ein Impuls – entweder digital oder analog – verfügbar, der die Bedeutung von „Im Kreuz ist Heil“ näherbringen soll.
Halten Sie doch bei Ihrem nächsten Spaziergang oder Ihrer nächsten Wanderung an dem ein oder anderen verzeichneten Wegkreuz an oder stellen Sie sich eine neue Spazier- oder Wanderroute anhand der verzeichneten Wegkreuze zusammen und halten Sie inne mithilfe der Impulse.
Der Pfarrgemeinderat
Menschen,
gebeugt unter der Last ihres Kreuzes,
begegnen mir.
Ihre Bitte an mich:
„Hilf mir tragen!“
Ich? Warum gerade ich?
Menschen
fallen unter ihren Kreuzen.
Sie rufen mich,
ihnen aufzuhelfen.
Ich zögere, will mich raushalten,
suche Ausreden.
Menschen
zerbrechen an ihrem Kreuz.
Ich war nicht da,
schäme mich meiner Schwachheit,
leide an meinem Versagen.
Ich trage am Kreuz
meiner Schwachheit,
meiner Unentschlossenheit,
meiner Feigheit,
meines Versagens.
DU hilfst mir tragen,
richtest mich auf
wenn ich falle
und heilst,
was zerbrochen ist.
© Gisela Baltes (Quelle: impulstexte.de/glaubwuerdig/karwoche/kreuze-meinem-weg)
„Im Kreuz ist Heil“
Auch an diesem Wegkreuz begegnet uns dieser Satz – was soll er uns mitteilen? Ist der Satz nicht ein Widerspruch in sich – eine Antithese? Das Kreuz, das so oft für den Tod Jesu steht, soll Heil bringen?
Nein, ein Widerspruch in sich ist der Satz nicht, doch er regt zum Nachdenken an und muss bedacht werden. Letztendlich drückt er in Kurzform aus, was wir durch die Osterbotschaft Jesu lernen und erfahren können.
Jesus ist am Kreuz gestorben, aber er überwand den Tod und fand Eingang in ein anderes, unvergängliches Leben, das unabhängig von unserer Definition von Zeit und Raum ist, eine völlig neue Existenzform. Somit gibt uns Jesu Tod am Kreuz und seine anschließende Auferstehung Hoffnung, dass der Tod keine Macht mehr hat. Mit diesem Wissen können wir uns von der Angst vor dem Tod befreien und ein befreites Leben leben, indem wir unseren Mitmenschen durch gutes Handeln und Nächstenliebe Heil bringen.
Jesu Tod am Kreuz war die Voraussetzung für seine Auferstehung und damit auch die Voraussetzung für Gottes Versprechen an uns, dass auch wir letztendlich am Reich Gottes teilhaben können.
Wenn wir nun unterwegs an einem Wegkreuz vorbeikommen, dürfen wir die gute Botschaft „Im Kreuz ist Heil“ annehmen und auf dieses Versprechen Gottes vertrauen.
(K. Lingemann)
Ein off’nes Tor in einer Mauer,
Für die Sonne auf gemacht.
Wie ein Brief nach langem Schweigen,
Wie ein unverhoffter Gruß.
Wie ein Blatt an toten Zweigen
Ein-ich-mag-dich-trotzdem-Kuss.
So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih’n.
Wie ein Regen in der Wüste,
Frischer Tau auf dürrem Land.
Heimatklänge für vermisste,
Alte Feinde Hand in Hand.
Wie ein Schlüssel im Gefängnis,
Wie in Seenot – Land in Sicht.
Wie ein Weg aus der Bedrängnis
Wie ein strahlendes Gesicht.
So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih’n.
Wie ein Wort von toten Worten Lippen,
Wie ein Blick, der Hoffnung weckt,
wie ein Licht auf steilen Klippen,
wie ein Erdteil neu entdeckt.
Wie der Frühling, wie der Morgen,
wie ein Lied, wie ein Gedicht,
wie das Leben, wie die Liebe,
wie Gott selbst, das wahre Licht.
So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih’n.
Text: Jürgen Werth, Musik:Johannes Nitsch
Impuls: Innehalten am Wegkreuz
[…] Wegkreuze verheißen Freude, Stärkung, Zuspruch, Gnade, Barmherzigkeit. Sie erinnern an das Erlösungswerk Christi und geben Hilfe bei der Orientierung – und das nicht nur geografisch. Steht im Grünen ein Bänkchen daneben, setzt man sich gerne hin und verweilt länger. Wer alleine kommt und sich auf die Stimmung einlässt, fühlt sich auf seltsame Art behütet.
Eine innere Zwiesprache setzt ein, die Gedanken über den eigenen Lebensweg kommen in Gang, Fragen tauchen auf. Sind alle Strecken und Abzweigungen richtig gewesen, die man bislang genommen hat? Überwiegt das Positive? Wie hätte man Sorgen, Lasten, Enttäuschungen verhindern können? Würde man denselben Weg wieder einschlagen? Wo trägt er in Zukunft hin?
Hat man alles selbst in der Hand, um die Richtung zu bestimmen? Oder wird man von unsichtbaren Fäden gelenkt, die eine höhere In¬stanz in Händen hält? Und wie wird es an der nächsten Weggabelung aussehen: Nehme ich die flache, die bequeme Route geradeaus über Asphalt aufs nächste Dorf zu oder lieber den schmalen, beschwerlichen Waldpfad bergauf?
Wegekreuze sind „Denk-Male“ im Wortsinn. Sie geben Halt, ermutigen zur Andacht, lassen an liebgewonnene Menschen denken, an Verstorbene. Sie machen empfänglich, um Dasein und Glauben zu reflektieren, das Gestern, Heute und Morgen. Falls auf dem Bildstock, wie vielfach üblich, der vollplastische Gekreuzigte zugegen ist, fühlt man sich zu einer Wegekreuzmeditation eingeladen. Wenn Christus reden könnte: Wozu würde er raten? […]
(Andreas Drouve, Quelle: www.katholische-sonntagszeitung.de/layout/set/print/Im-Blickpunkt/Bildstoecke-und-Wegkreuze-verheissen-Schutz-und-Segen-Freitag-20.-November-2020-07-23-00)
Morgengebet in der Feldflur: Verbunden im Gebet
Mein Gebet gelte heute morgen
all denen, an die ich so selten denke,
obwohl ich ihnen vieles verdanke.
Mein Lob soll heute morgen
all denen ausgesprochen sein,
auf die ich mich verlassen kann,
weil sie immer für mich da sind.
Mein Dank sei heute morgen
all denen gesagt, die mir einfach
beständig und unaufdringlich
zugetan und gut sind.
Mein Gedenken sei heute morgen
all denen gewidmet,
die mich durch ihre Art gefördert,
aber auch gefordert haben
Meinen Gruß schicke ich heute morgen
all denen, die weit entfernt
oder in nächster Nähe
betend an mich denken
und mir im Gebet verbunden sind.
(Paul Weismantel, Quelle: www.pfarreiengemeinschaft-walddoerfer.de/aktuelles/termine/event/53-corona-krise-kreuzgebete-in-der-flur)
„Du hast ein schweres Kreuz zu tragen“. Jeder von uns kennt in seinem Leben Situationen, die sich wie ein Kreuz anfühlen. Es ist unangenehm. Man steht dabei vielleicht wie vor einer Wegkreuzung, wo man gerne das Kreuz abwerfen, einen anderen Weg wählen und dem Kreuz entfliehen möchte.
Zu allen sagte er: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.“ (Lk 9,23-24)
Was macht es für einen Sinn, sein Kreuz vielmehr auf sich zu nehmen, als es abzuwerfen und ihm zu entfliehen?
Es gibt viele Arten von Kreuzen: Krankheit; Verleumdung; Verletzung der Intimsphäre durch die Sozialmedien; seine eigene Schwäche zeigen müssen; zulassen, dass man es nicht aus eigener Kraft schafft, dass man Hilfe braucht; in den Augen der Menschen eine Totalniederlage erleiden; geliebte Menschen zu enttäuschen, Gutes annehmen ohne eine Gegenleistung erbringen zu können; auf einen begangen Fehler festgenagelt zu werden und viele andere Kreuze.
Wenn wir den Kreuzweg von Jesus mit seinen Stationen und seinen Tod am Kreuz betrachten, so können wir diese Arten von Kreuzen bei ihm selber entdecken. Er hat diese Kreuze nicht abgeworfen. Er hätte sagen können: Ich bin unschuldig, warum soll ich leiden?
Viele Augenblicke deines Lebens schultern dir ein Kreuz auf. Du kannst sie annehmen oder abwerfen. Du kannst davor flüchten oder ihnen begegnen. Jesus hat sie auf sich genommen.
Da, wo wir Ja sagen zum Kreuz, begegnen wir Jesus Christus. Unser Glaube gibt uns die Kraft zu erkennen: Hinter dem Kreuz ist die Auferstehung, ist ewige Gemeinschaft mit Gott.
Das Kreuz ist das urchristlichste Symbol unseres Glaubens. Der Blick auf das Kreuz, vor allem, wenn wir Jesus am Kreuz sehen, löst viele verschiedene und bei jedem auch andere Gefühle aus. Das könnten sein: Mitleid; Unverständnis, warum Jesus gekreuzigt wurde; Entsetzen über eine solche Strafe und Hinrichtungsart; schlechtes Gewissen; Dankbarkeit; Hochachtung; Ablehnung, weil ich mich nicht mit dem Tod Jesu auseinander setzen möchte.
In diesem Impuls möchten wir einen Blick wagen, der uns im Zusammenhang mit dem Kreuz noch gar nie aufgefallen ist. Jesus, der die Hände ausbreitet. Ein Bild, das man viel eher mit einer Mutter verbindet, welche mit einem strahlenden Gesicht die Arme ausbreitet, damit ihr geliebtes Kind zu ihr in ihre geöffneten Armen eilen kann. Doch genau dieses Bild drückt sehr schön das Motiv von Jesu aus, welcher für die Menschheit am Kreuz die Arme für die Menschheit ausgebreitet hat.
„Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde.“ (Joh 12,32-33)
„Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.“ (Joh 19,37)
„Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ (Joh 15,13)
„Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.“ (Joh 15,12)
Die ausgebreiteten Arme, ein Zeichen seiner Liebe zu uns Menschen. Eine Liebe, die nicht einmal vor dem Äußersten, dem Tod haltmacht. Wenn ich mich in die Arme Jesu werfe, das heißt, wenn ich mich für ihn öffne und seine Hingabe am Kreuz, die er für mich persönlich vollzogen hat, annehme und bejahe, so bin ich hineingenommen in die Gemeinschaft mit Gott.
Die Liebe bedarf einer Antwort der Liebe, damit sie in der Fülle ist. So ist die Antwort, auch die Hände auszubreiten für alle. Diese Liebe sie hat keine Garantie einer Erwiderung. Ein Mensch mit ausgebreiteten Armen ist verletzlich und schutzlos. Er ist seiner Liebe ausgeliefert. Das erkennen wir am Tode von Jesus am Kreuz. Doch diese Liebe ist stärker als der Tod. In der Auferstehung ist neues Leben, ein Leben in Liebe und Fülle.
Bin ich bereit für das Wagnis, die Arme für meine Nächsten, ja für die Menschheit auszubreiten?
Wenn wir hier in der Natur sind, den Blick über die Felder streifen lassen, so können wir gut mit dem Bild von einem Weizenkorn, das in der Erde ist und als Weizenhalm hervorsprießt, etwas anfangen.
Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es viele Frucht. (Joh 12,24)
Wenn Jesus das Weizenkorn als Metapher nimmt, so steckt eine tiefe Botschaft dahinter. Vielleicht kann uns die folgende Geschichte in diese Botschaft hineinführen.
Es war einmal ein Weizenkorn, das war von dem großen Haufen Weizenkörner etwas abseits neben einer Glasscherbe liegengeblieben. Jedes Mal, wenn die Sonne schien, konnte das Weizenkorn sich in der Scherbe sehen, und es sah, wie stark und wie schön es war. Immer wieder blickte es in die Glasscherbe, freute sich über sich selbst so sehr, dass es nichts anderes mehr sah und dachte. So lernte es denn auch die anderen Körner gar nicht kennen.
Bei den anderen Körnern war eines Tages eine große Freude: Bald werden wir gesät, dann kommen wir in die Erde, wir werden keimen und kräftige Ähren treiben, und aus jedem von uns werden ganz viele neue. Da erschrak das eine Weizenkorn: In die Erde? Da wird man ja schmutzig! Und keimen? Da wird man ja dick und platzt auf. Das darf nicht sein! Und es betrachtete sich lange in seinem Spiegel.
Nun kamen Männer, holten die Körner. Das eine Korn aber drückte sich ängstlich unter die Scherbe, bis alle anderen fort waren. Nun war es ganz allein mit seinem Spiegelbild, und es lächelte ihm zu und streichelte und küsste es immer wieder. Eines Morgens – es hatte ein paar Tage geregnet und die Sonne schien nun besonders hell – sah das Weizenkorn, dass es grau geworden war und faltig, und es war geschrumpft und hässlich. Da schimpfte es auf die Glasscherbe und auf die Sonne und auf den Regen, fing ganz jämmerlich an zu weinen und blickte den Spiegel zur Strafe nicht mehr an.
„Wer sein Leben zu bewahren sucht, wird es verlieren; wer es dagegen verliert, wird es gewinnen.“ (Lk 17,33)
Die Fruchtbarkeit des Lebens liegt im sich Verschenken, in der Hingabe. Der Mensch wird erst wahrer Mensch in der Beziehung zum Nächsten.
„Christus ist für unsere Sünden gestorben und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden.“ (1Kor 15,3-4
Jämmerlich sieht es aus,
das Wegkreuz
am Rande der Dorfstraße.
Der Christusfigur fehlt ein Arm.
Ein Teil des Gesichts
ist herausgebrochen.
Am Fuße des morschen Standbalkens
liegen ein paar vertrocknete Blumen,
daneben eine Tüte mit Müll.
Die Leute haben sich längst
an den Anblick gewöhnt.
Nur die Fremde nimmt Anstoß.
Und doch:
Nie sah ich ein Kreuz,
das dem auf Golgota
besser entsprach.
© Gisela Baltes (Quelle: impulstexte.de/glaubwuerdig/karwoche/wegkreuz
Ich stehe vor einem Wegkreuz. Vielleicht bin ich hier schon oft vorbeigekommen – vielleicht sehe ich es aber auch zum ersten Mal. Das Kreuz ist alt, es hat Ecken und Kanten und könnte es sprechen, hätte es wohl so einiges zu erzählen – auch von den Krisen der Vergangenheit und davon, wie diese wieder vorübergegangen sind.
Trotz allem steht es hier. Es lohnt sich, ihm ein paar Augenblicke zu schenken und diesen steingewordenen Eindruck von Beständigkeit ein wenig wirken zu lassen.
In unserer rastlosen Gegenwart, die von Unsicherheit und Schnelllebigkeit geprägt und derzeit obendrein von einem Virus getrieben ist, herrscht vor allem eines: Unbeständigkeit.
In dieser Unbeständigkeit tut es gut, einmal anzuhalten. Anhalten heißt nicht Stillstand, aber wer anhält, der bricht einen Moment aus, aus der schnellen Welt, in der heute nichts mehr scheint, wie es gestern war.
Das Wegkreuz, vor dem ich stehe, gehört nicht dazu. Es ist heute, wie es gestern war und wird auch morgen sein, wie es heute ist. Damit ist es nicht nur ein Symbol für Beständigkeit. Es erinnert auch daran, dass auf Gott zu allen Zeiten, so unbeständig sie sein mögen, immer Verlass ist – ganz egal, welche Herausforderungen mir auf dem Weg, der vor mir liegt, begegnen.
33014 Bad Driburg-Dringenberg
Burgstraße 28
Öffnungszeiten:
8.00 – 17.00 Uhr täglich