Im Sommer 1913 lieferte der Orgelbauer Feith aus Paderborn eine neue Orgel. Den größten Teil der Summe hatte Herr Brockmann aus Afton in Amerika geschenkt.
Die Fronleichnamsprozession wurde im Jahre 1914 gegen den Willen des Pastors von Pömbsen eingeführt.
Ende März 1921 zahlte die politische Gemeinde Alhausen den Betrag von 18.000 M an die Pfarrgemeinde Pömbsen, und damit ist Alhausen für immer frei geworden von der Steuerpflicht (mehr als 4.000 M jährlich gingen an Kirchensteuern nach Pömbsen) gegenüber der Kirchengemeinde Pömbsen (Zum Vergleich, ein Vikar verdiente damals 1.500 M im Jahr).
Die älteste Alhauser Glocke stammt aus dem Jahre 1644 und hat schon in der alten Kapelle, die 1912 abgebrochen wurde, die Gläubigen zum Gottesdienst gerufen. In der neuen Kirche diente sie als Wandlungsglocke. Die neue Kirche erhielt drei Glocken. Gegossen wurden sie in der Glockengießerei Humpert, Brilon. Die Weihe der Glocken nahm am 24. April 1908 der Pfarrer Kleeschulte aus Bad Driburg vor. Von diesen drei Glocken mussten im ersten Weltkrieg zwei abgeliefert werden. Sie wurden im Dezember 1924 durch zwei neue ersetzt. Mit ihnen wurde zum ersten Mal das Weihnachtsfest eingeläutet. Im zweiten Weltkrieg, am 14.2.1942 mussten sie nach einem einstündigen Abschiedsgeläut wieder abgegeben werde. Trotz Währungsreform und Geldknappheit wurden 1948 neue Glocken angeschafft. Am 4. Adventssonntag wurde die größere der Gottesmutter und die kleinere St. Vitus, dem Kirchenpatron geweiht.
Am 3. Juli 1930 begann die Bemalung des Chores der Kirche. Am 21. November waren die Arbeiten beendet. Eine Turmuhr lieferte im gleichen Jahr die Firma Fuchs & Sohn aus Bernburg. Die Bemalung des Schiffes inklusiv der Dekorationsmalerei und die Bemalung der Altäre und Figuren begann am 13. Mai 1931 und wurde am 22.10. fertiggestellt. Im Herbst des gleichen Jahres lieferte die Fa. Hugo Junker aus Brilon eine Kirchenheizung.
Zum Vitus-Fest 1933 konnte der Gemeinde eine Reliquie des hl. Vitus übergeben werden, die von der Vitusreliquie in Corvey genommen ist.
Mitte der 50er wurde das Kirchendach erneuert, die Schiefereindeckung wurde durch Ziegel ersetzt.
1954 wurde eine Muttergottesstatue, die Mariensäule auf dem alten Kirchplatz, heute Marienplatz, errichtet. Sie ist ein Gelöbnis des damaligen Pfarrvikars Pieper im KZ Dachau.
1966 begann man mit der Umgestaltung des Kirchenraumes. Altäre, Kommunionbank, Beichtstühle, Kanzel und diverse Heiligenfiguren wurden entfernt. Die Orgel ersetzte man durch eine Hammondorgel. Aus Anröchter-Stein wurde ein neuer Altar errichtet. An der Stelle des alten Marienaltars erhielt der Tabernakel in einer mit Mosaik ausgelegten Nische seinen Platz. Der untere Turmraum wurde zur Taufkapelle umgestaltet. Der Fußboden bekam einen neuen Belag, die Wände malte man hell aus.
Die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes nahm man 1979 vor. 1982 wurde die Kirche von innen so renoviert, wie wir sie heute kennen. 2002 wurde die Sakristei umgestaltet und eine neue Heizungsanlage in die Kirche eingebaut. Eine grundlegende Außensanierung erfolge 2005. Das Dach erhielt eine Schiefereindeckung, die Fenster in Chorraum eine Schutzverglasung, die Grundmauern wurden trockengelegt und die Wände neu gestrichen.