© P. Schrader
© P. Schrader

St. Vitus

Gemeinde im Ortsteil Alhausen

In unserer Caritas-Gruppe arbeiten sieben ehrenamtlichen Helferinnen mit. Sie führen jedes Jahr eine Haussammlung (2/3 bleibt in der Gemeinde) und auch Türkollekten (Müttergenesungswerk, Erdbebenopfer usw.) nach dem Gottesdienst durch. Wird in der Gemeinde eine Notsituation erkannt, wird schnell und unbürokratisch geholfen. In der Adventszeit bringen die Helferinnen alten und kranken Gemeindemitglieder einen Gruß. Ebenso stehen während des Jahres Krankenbesuche auf dem Programm.

Außerdem organisiert das Caritasteam das Osterfrühstück im Gemeindetreff nach der Osternachtfeier.

Ansprechpartner:

Gabi Pakosch

Die KLJB Alhausen hat z.Zt. ca. 85 Mitglieder, von denen viele als Messdiener tätig sind. Da sich die Mitglieder so überschneiden, trennen wir nur selten zwischen KLJB und Messdienern und führen die Aktionen gemeinsam durch.

Aber was machen wir überhaupt?

Highlight des Jahres ist das Zeltlager in den Sommerferien, aber auch im Laufe des Jahres führen wir viele Aktion durch. Monatliche Gruppenstunden, das Osterfeuer, die Aktion Minibrot, die Teilnahme beim Dorfkarneval und viele weitere Aktivitäten zeigen, dass wir aktiv im Dorf sind.

Neben den monatlichen Gruppenstunden gibt es noch alljährliche Aktionen, die wir durchführen. Dazu zählen:

  • Sternsingeraktion
  • Leiern an den Kartagen
  • Agapefeier im Jugendraum (Gründonnerstag)
  • eine Winterfahrt (Bowlen, Schlittschuhfahren, etc.)
  • Müllsammelaktion
  • Zeltlager
  • Aktion Minibrot
  • St. Martin
  • Oktoberfest

Vorstand

  1. Vorsitzende: Maike Müller
    1. Vorsitzender: Lukas Frense
    2. Vorsitzende: Mara Hake
    Kassierer*innen: Thorben Müller, Antonia Weskamp

Ansprechpartner:

Lukas Frense
Maike Müller

Homepage: www.kljb-alhausen.de

Zum Treff 60plus kommen spielbegeisterte Frauen und Männer, um einen kurzweiligen Nachmittag in geselliger Runde zu verbringen. Dieser beginnt mit Kaffee und Kuchen und interessanten Gesprächen, bevor bei diversen Gesellschaftsspielen (z.B. Skat, Rummikub, Skip.Bo, 10 nimmt, Mensch ärgere dich nicht, Kniffel, usw.) die Zeit wie im Flug vergeht. Jeden 4. Mittwoch im Monat sind um 15.00 Uhr alle Interessierten im Gemeindetreff herzlich Willkommen.

Ansprechpartner: Petra Schrader, Bernd Menne

(aus der Chronik)

Es wird angenommen, dass Alhausen etwa seit 1300 zur Pfarrei Pömbsen gehörte. Wann die erste Kapelle in Alhausen errichtet ist, ist nicht bekannt.

Am 19. April 1657 wird die Kapelle tempore belli durch Feuersbrunst vernichtet. Sie wird 1658 wieder aufgebaut und 1821 zur Westseite ausgebaut. Vorher hatte die Kapelle 4 Fenster, 2 neue kamen dazu. In der Kapelle soll der 2. Vikar, namens Rothgeri (+1799), beerdigt liegen.Der Kreuzweg, der 1868 in der Kapelle errichtet war, wurde in der neuen Kirche aufgehängt. Bis 1862 war hier in der Kapelle ein Harmonium. 1862 wurde eine Orgel angeschafft.

Mit der Gründung der hiesigen Vikarie am 23. Nov.1780, ernannte der Fürstbischof von Paderborn, Wilhelm Anton von Asseburg, mit Johann Henze den ersten Vikar für Alhausen, der zugleich Schulvikar war. Der Fürstbischof war der Bruder des Besitzers der Hinnenburg, dem Alhausen zehntpflichtig war und unter dessen Gerichtsbarkeit Alhausen damals stand. Er baute in Alhausen 1755 ein Schulvikarie (jetziges Pfarrhaus) und vermachte der Gemeinde mehrere Stiftungen, unter anderem die o.g. Schulvikarie, die 1893 an der gleichen Stelle durch eine neue Vikarie ersetzt wurde.

Im Jahre 1893 wurde in Alhausen ein kommunaler Kirchhof errichtet. Früher wurden die Toten auf dem Pfarrfriedhof in Pömbsen beerdigt.

Im Zuge des Kirchenneubaus wurde die Kirchengemeinde 1910 von der politischen Gemeinde abgelöst. Die politische Gemeinde hatte an die Kirchengemeinde eine Ablösungssumme von 27.000 RM zu zahlen. Mit diesem Geld, sowie Spenden von Alhausern, die Mitte des 19. Jahrhunderts ausgewandert waren und diversen Kollekten wurde der Neubau finanziert.

  1. Johann Hentzen aus Volkmarsen, 1780-1787
  2. Antonius Rothgeri, 1787-1799
  3. Conradus Brand, 1799-1806
  4. Anselmus Hensel aus Neuhaus, 1806-1816
  5. Joh. Fridericus Lüdeking, Kaplan in Pömbsen, 1816-1817
  6. Bruno Finet, Administrator der hiesigen Vikarie, 1817-1823
  7. Antonius Thiele aus Etteln, Kaplan in Pömbsen und Administrator der hiesigen Vikarie, 1823-1827
  8. Ignatius Keuffer, Kaplan in Pömbsen und Administrator der hiesigen Vikarie, 1827-1831
  9. Joh. Wasmuth, Kaplan in Pömbsen und Administrator der hiesigen Vikarie, 1831-1832
  10. Josephus Cramer aus St. Vit, 1833-1857
  11. Carl Ernst Müller aus Paderborn, 1857-1858
  12. Peter Josef Kaufmann aus Wenden, 1858-1901
  13. August Capari aus Hemer, 1901-1905
  14. Heinrich Wiedeking aus Ottenhausen, 1905-1913
  15. Anton Eabers aus Brenschede, Kr. Arnsberg, 1913-1922
  16. Wilh. Anton Osburg aus Hamm, 1922-1927
  17. Franz Habbel aus Langenholthausen, 1927-1934
  18. Franz Eickhoff aus Eikeloh, 1934-1948
  19. Wilhelm Widukind, 1948-1953
  20. Josef Pieper, 1953-1964
  21. Franz Stammeier, 1964-1973
  22. Wolfgang Braun, 1973-1978
  23. Ulrich Auffenberg, 1979-1983
  24. Heribert Zerkowski, 1983-1986
  25. Wolfgang Brieden, 1986-1987
  26. Johannes Schweißguth, 1987-1993
  27. Georg Walter (als Pensionär), 1994-1996
  28. Benedikt Fischer (hat nicht mehr im Pfarrhaus gewohnt), 1994-1997
  29. Jörg Ernesti, 1997-1999
  30. Markus Henke, 1999-2002

2002: Gründung des Pastoralverbundes Bad Driburg Nord

  • Dr. Arnulf Vagedes, Dietmar Röttger, Markus Henke – 2002-2003
  • Dr. Arnulf Vagedes, Stefan Schröder, Peter Lauschus – 2003-2005
  • Dr. Arnulf Vagedes, Janusz Kudyba,  Peter Lauschus – 2005-2009

2009 Zusammenlegung der PV Bad Driburg Nord und Süd

  • Pastoralverbundsleiter ist Pfarrer Hubertus Rath
  • Pfarradministrator Matthias Klauke

Im April 1907 wurde mit dem Bau unserer heutigen Kirche begonnen. Im Frühherbst war bereits das Dach fertiggestellt, so dass noch vor dem Winter das Gewölbe eingebaut werden konnte. Dann ruhten die Arbeiten bis Ostern 1908. Nach Ostern schritt man wieder mit vollem Eifer an die Arbeit. Am Vitusfest 1908 wurde die vorläufige Weihe durch Domkapitular Goebel aus Steinheim vorgenommen und die Kirche ihrer Bestimmung übergeben. Der Hochw. Bischof Karl Josef zu Paderborn konsekrierte sie am 26. Juli 1911 in Verbindung während einer Firmreise. Es wurden 105 Firmlinge aus Alhausen und Reelsen gefirmt. Das Kirchweihfest wurde auf den 19. Sonntag nach Pfingsten festgelegt (wie in der alten Kapelle).

Im Sommer 1913 lieferte der Orgelbauer Feith aus Paderborn eine neue Orgel. Den größten Teil der Summe hatte Herr Brockmann aus Afton in Amerika geschenkt.

Die Fronleichnamsprozession wurde im Jahre 1914 gegen den Willen des Pastors von Pömbsen eingeführt.

Ende März 1921 zahlte die politische Gemeinde Alhausen den Betrag von 18.000 M an die Pfarrgemeinde Pömbsen, und damit ist Alhausen für immer frei geworden von der Steuerpflicht (mehr als 4.000 M jährlich gingen an Kirchensteuern nach Pömbsen) gegenüber der Kirchengemeinde Pömbsen (Zum Vergleich, ein Vikar verdiente damals 1.500 M im Jahr).

Die älteste Alhauser Glocke stammt aus dem Jahre 1644 und hat schon in der alten Kapelle, die 1912 abgebrochen wurde, die Gläubigen zum Gottesdienst gerufen. In der neuen Kirche diente sie als Wandlungsglocke. Die neue Kirche erhielt drei Glocken. Gegossen wurden sie in der Glockengießerei Humpert, Brilon. Die Weihe der Glocken nahm am 24. April 1908 der Pfarrer Kleeschulte aus Bad Driburg vor. Von diesen drei Glocken mussten im ersten Weltkrieg zwei abgeliefert werden. Sie wurden im Dezember 1924 durch zwei neue ersetzt. Mit ihnen wurde zum ersten Mal das Weihnachtsfest eingeläutet. Im zweiten Weltkrieg, am 14.2.1942 mussten sie nach einem einstündigen Abschiedsgeläut wieder abgegeben werde. Trotz Währungsreform und Geldknappheit wurden 1948 neue Glocken angeschafft. Am 4. Adventssonntag wurde die größere der Gottesmutter und die kleinere St. Vitus, dem Kirchenpatron geweiht.

Am 3. Juli 1930 begann die Bemalung des Chores der Kirche. Am 21. November waren die Arbeiten beendet. Eine Turmuhr lieferte im gleichen Jahr die Firma Fuchs & Sohn aus Bernburg. Die Bemalung des Schiffes inklusiv der Dekorationsmalerei und die Bemalung der Altäre und Figuren begann am 13. Mai 1931 und wurde am 22.10. fertiggestellt. Im Herbst des gleichen Jahres lieferte die Fa. Hugo Junker aus Brilon eine Kirchenheizung.

Zum Vitus-Fest 1933 konnte der Gemeinde eine Reliquie des hl. Vitus übergeben werden, die von der Vitusreliquie in Corvey genommen ist.

Mitte der 50er wurde das Kirchendach erneuert, die Schiefereindeckung wurde durch Ziegel ersetzt.

1954 wurde eine Muttergottesstatue, die Mariensäule auf dem alten Kirchplatz, heute Marienplatz, errichtet. Sie ist ein Gelöbnis des damaligen Pfarrvikars Pieper im KZ Dachau.

1966 begann man mit der Umgestaltung des Kirchenraumes. Altäre, Kommunionbank, Beichtstühle, Kanzel und diverse Heiligenfiguren wurden entfernt. Die Orgel ersetzte man durch eine Hammondorgel. Aus Anröchter-Stein wurde ein neuer Altar errichtet. An der Stelle des alten Marienaltars erhielt der Tabernakel in einer mit Mosaik ausgelegten Nische seinen Platz. Der untere Turmraum wurde zur Taufkapelle umgestaltet. Der Fußboden bekam einen neuen Belag, die Wände malte man hell aus.

Die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes nahm man 1979 vor. 1982 wurde die Kirche von innen so renoviert, wie wir sie heute kennen. 2002 wurde die Sakristei umgestaltet und eine neue Heizungsanlage in die Kirche eingebaut. Eine grundlegende Außensanierung erfolge 2005. Das Dach erhielt eine Schiefereindeckung, die Fenster in Chorraum eine Schutzverglasung, die Grundmauern wurden trockengelegt und die Wände neu gestrichen.

Zur hundertjährigen Grundsteinlegung am 27. Mai 2007 wurde unter Beteiligung der ganzen Gemeinde nach dem Gottesdienst in der nähe des Grundsteins eine Zeitkapsel mit diversen Schriften und Dokumenten aus der heutigen Zeit vergraben. Diese Kapsel durch eine Steinplatte gekennzeichnet (2007-2032) soll nach 25 Jahren wieder ausgegraben werden.

Ein Jahr später feierten die Alhauser Gläubigen die Fertigstellung ihrer Kirche vor hundert Jahren mit einer Festwoche, die am 15. Juni mit dem Vitus-Lobetag und dem anschließendem Fest rund um die Kirche begann und über die Woche verteilt für alle Gruppen Angebote bereit hielt. Die Woche endete am 22. Juni mit dem Patronatsfest und der Festprozession durch die Gemeinde. Die Festpredigt hielt Dechant Andreas Kurte.

 

St. Vitus unser Schutzpatron

Der Heilige Veit (Vitus) starb im Alter von 12 od. 15 Jahren um 304 in Lukanien, Süditalien unter Diokletian als Märtyrer und ist einer der Vierzehn Nothelfer. Der Legende nach erzogen ihn die Amme Crescentia und deren Mann Modestus im christlichen Glauben. Als sein Vater davon erfuhr, wollte er seinen Sohn vom Glauben ab- und später umbringen. Veit aber blieb standhaft und floh mit Crescentia und Modestus nach Lukanien, wo ihnen ein Adler Brot brachte und er allerlei Wunder wirkte. Als Kaiser Diokletian von dem Jungen hörte, holte er ihn nach Rom. Als Veit sich weigerte, den heidnischen Göttern zu opfern, wurde er vor die Löwen geworfen. Diese leckten seine Füße und taten ihm nichts. Schließlich wurde Veit zusammen mit Modestus und Crescentia in siedendes Öl geworfen. Engel retteten sie daraus und brachten sie zurück nach Lukanien, wo sie starben. Adler bewachten ihre Körper, bis die Witwe Florentia sie fand und begrub. Sein Gedenktag (Sankt-Veits-Tag) ist der 15. Juni. Im 17. Jahrhundert wurde der hl. Vitus zum Patron der Kirche zu Alhausen gewählt. Während einer  Pestkrankheit starben in Alhausen 109 Personen, meist Kinder. Damals gelobten die Einwohner des Ortes dem Heiligen eine jährliche Prozession  zu seinem Namensfest (Bittprozession am Vitus-Lobetag), falls er die Menschen von der Seuche bewahre.

Dieses Gelöbnis wollen wir halten. Am 15. Juni feiern wir um 19.00 Uhr eine hl. Messe und gehen anschl. die Vitus-Lobeprozession durch die Felder.

Das Patronatsfest findet seit alter Zeit am Sonntag nach dem Fest des hl. Vitus statt.  Um 10.00 Uhr beginnt das Festhochamt mit anschließender Sakramentsprozession durch unsere Gemeinde.

Zu beiden Prozessionen sind alle Gemeindemitglieder herzlich eingeladen!

 

Unsere Madonna ist die originalgetreue Nachbildung der MUTTER GOTTES AUS HALLGARTEN ( Mittelrhein um 1415)

Die Madonna steht auf der Mondsichel mit dem Gesicht des Todes, Symbol dafür, dass mit der Menschwerdung Christi aus der Jungfrau Maria der Tod ein für allemal überwunden ist und keine Bedrohung für die Menschen mehr darstellt.

Der Jesusknabe auf der linken Hand Mariens hält in seiner Rechten Weinblatt und Traube. Im Mittelalter gilt die Traube gemeinhin als Sinnbild seines Blutes (Eucharistie), das zur Erlösung der Menschheit vergossen wird.

Außerdem trägt der Jesusknabe ein Tintenfass, erzählerisch wohl nachempfunden dem schreibenden Christuskind, Symbolisch  für das in Christus menschgewordene WORT GOTTES.

Ist die Mondsichel Hinweis auf Tod und Vergänglichkeit, so deutet die goldene Krone auf die Sonne hin, Zeichen des neuen Lichtes und menschlich des Glanzes der österlichen Sonne der Auferstehung.

Die Muttergottes gehört in die Reihe der schönen Madonnen der Altgotik. Sie versinnbildlich in sich den Weg von unten nach oben, von Tod zur Auferstehung.

33014 Bad Driburg-Alhausen

Weberring 61

 

Öffnungszeiten:

9.30Uhr—17.30Uhr täglich

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