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St. Peter und Paul Bad Driburg

Vorstellung der neuen Glocken in St. Peter und Paul

Glocke 1: Hl. Petrus und Hl. Paulus

Die größte und schwerste Glocke unseres neuen Geläutes ist unseren Kirchenpatronen gewidmet. Sie wiegt 2500 kg und hat den Schlagton c`=0.

Weil Petrus und Paulus so unterschiedliche Charaktere sind, trägt die Glocke das Thema: Einheit in Vielfalt und thematisiert den Synodalen Weg als zeitgenössischen Bezug.

Auf den Bildern ist zu erkennen Petrus, dem der auferstandene Herr am See Genesareth begegnet und sich durch den wunderbaren Fischfang zu erkennen gibt. Darin das Wort Petri: „Herr, du weißt alles, du weisst, dass ich dich liebe.“

Und es ist Paulus zu erkennen, der vor Damaskus geblendet vom Pferd stürzt und Christus als den Sohn Gottes erkennt. Darin dass Paulus-Wort: „Nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir.“ Gal 2, 20a

Die beiden Apostelbilder haben unsere Apostelfiguren links und rechts vom Hochaltar zur Vorlage.

Als biblisches Zitat trägt die Glocke einen Vers aus dem Johannes-Evangelium: „Alle sollen eins sein, wie du Vater in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ Joh 14, 27

 

Am unteren Rand ist die Glocke von dem Gebet umringt: „Herr Jesus Christus, auf die Fürsprache des hl. Petrus und des hl. Paulus begleite unsere Kirche in Deutschland auf ihrem synodalen Weg, dass sie die Einheit in der Vielfalt Lebe, wie es deine Apostel getan haben.

 

Glocke 2: Hl. Mutter Teresa von Kalkutta

Wenn man über zeitgenössische Heilige nachdenkt, ist ihr Name der erste, der einfällt: Mutter Teresa.

Die Glocke trägt das Bibelwort aus dem 1. Johannesbrief: „Wir sind aus dem Tod in das Leben hinübergegangen, weil wir die Schwestern und Brüder lieben.“  Und das Gebet am Wolm: „Herr Jesus Christus, auf die Fürsprache der hl. Mutter Teresa von Kalkutta stärke die Kranken und alle, die ihnen helfend beistehen in dieser Corona-Pandemie und allezeit, und schenke den Verstorbenen die Vollendung bei dir.“

Auf der Vorderseite ist die gebeugte Figur Mutter Teresas zu erkennen, die die Hand eines Kindes ergreift. In dieses Bild hinein ragt ein Zitat Mutter Teresas: „Gott hat uns geschaffen um zu lieben und geliebt zu werden.“

Auf der Rückseite erkennt man eine Szene, die uns aus den Nachrichten in diesem Frühjahr sehr geläufig ist. Ärzte und Pflegepersonal bemühen sich um einen Kranken.

Glocke 2 hat den Schlagton e`-2,5 und ein Gewicht von 1250 kg.

Glocke 3 und 5-7: Glocken aus Leopoldshöhe

Die Glocken 3 und 5-7 stammen aus Leopoldshöhe. Sie wurden im Jahr 2000 gegossen von der Glockengießerei Petit&Edelbrock, Gescher. Die Verzierungen stammen von den Gebr. Winkelmann, Günne, die auch den Zelebrationsaltar und den Ambo entworfen haben.

Glocke 7 ist dem Hl. Karl Borromäus geweiht und hat den Ton d`` mit einem Gewicht von 220 kg.

Glocke 6 hat das Patronat Hl. Liborius. Sie schlägt ein c``und hat ein Gewicht von 315 kg.

Glocke 5 ist die Glocke der Gottesmutter Maria. Sie wird in Zukunft zum Angelus rufen. Sie hat den Schlagton a` und ein Gewicht von 510 kg.

Glocke 3 ist die größte Glocke aus dem Leopoldshöher Geläut. Sie wiegt 975 kg und hat den Schlagton f´. Auf Grund ihres Patronates Johannes der Täufer wird sie zur Taufe läuten.

Glocke 4: Hl. Edith Stein

Edith Stein wurde 1891 in Breslau geboren, sie starb 1942 im Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau. Sie studierte, promovierte und habilitierte in Philosophie, erhielt aber keinen Lehrstuhl, weil sie eine Frau war. Als Lehrerin verdiente sie ihr tägliches Brot. Ursprünglich jüdischen Glaubens wurde sie erst Atheistin, wurde 1922 katholisch und trat 1933 in den Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen ein. Ihr Ordensname ist Teresia Benedicta vom Kreuz. Sie floh vor den Nazis aus dem Kölner Karmel in eine niederländische Niederlassung des Ordens, wurde dort von den Nazis gefangengenommen und nach Ausschwitz-Birkenau transportiert und ermordet. Papst Johannes Paul II. sprach sie 1998 heilig.

Das Thema der Glocke ist Verfolgung und Flucht. Auf der Vorderseite steht in Ordenstracht Edith Stein vor dem Stacheldrahtzaun. Integriert in die Zeichnung ist einZitat von ihr: „Das innerste Wesen der Liebe ist Hingabe.“ Auf der Rückseite sieht man den Flüchtlingsstrom unserer Tage.

Am oberen Rand der Glocke ist nach Mt 25, 35b.40b. zu lesen: „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen. Was ihr für meine geringsten Geschwister getan habt, das habt ihr mir getan.“

Im unteren Rand steht das Gebet: „Herr Jesus Christus, auf die Fürsprache der Hl. Edith Stein steh allen um ihres Glaubens, ihrer Herkunft und ihrer Überzeugung willen Verfolgten bei und lass alle Geflüchteten Heimat und Zukunft finden.“

Glocke 4 hat ein Gewicht von 800 kg und den Schlagton g´=0.

Glocke 8: Hl. Papst Johannes Paul II.

Glocke 8 hat ein Gewicht von 200 kg und den Schlagton f``+3. Sie ist die kleinste Glocke im Glockenturm. Sie ist dem hl. Papst Johannes Paul II. geweiht und erinnert an den Fall des Eisernen Vorhangs 1989.

Auf der Vorderseite ist Papst Johannes Paul II. zu sehen, gestützt auf sein Kreuz und mit wehendem Messgewand, auf der Rückseite ist die Mauer vor dem Brandenburger Tor zu sehen, mit den Menschen, die am 09. November 1989 darauf tanzen.

Am oberen Rand der Glocke wird Eph 2, 14 zitiert: „Er ist unser Friede, er machte die beiden zu einem und riss die trennende Wand der Feindschaft nieder.“

Neben dem Bild Johannes Pauls II. wird aus seiner Antrittspredigt 1978 zitiert: „Reißt die Tore auf für Christus.“

Am unteren Rand ist das Gebet zu lesen: „Herr Jesus Christus, auf die Fürsprache des hl. Papstes Johannes Paul II. vereine was getrennt war und erneuere durch deinen Geist das Antlitz der Erde.“

Glocke 9: Hl. Papst Johannes XXIII.

Glocke 9 ist die kleinste Glocke im neuen Geläut. Sie wiegt 100 kg, hat den Schlagton b´´+5 und ist für den Dachreiter vorgesehen.

Die Glocke ist dem Hl. Papst Johannes XXIII. geweiht. Papst Johannes XXIII. trat 1958 sein Amt an, bewegte die Menschen durch seine Freundlichkeit, Natürlichkeit und Güte. Deshalb trägt er im italienischen den Namen „der gute Papst.“ Er kündigte an und eröffnete das zweite vatikanische Konzil und verstarb 1963.

Auf ihrer Vorderseite ist dargestellt eine Papstfigur, die die beiden Flügel eines Fensters weit öffnet. Damit ist erinnert an ein Zitat Johannes XXIII., welches er bei der Ankündigung des zweiten vatikanischen Konzils gemacht haben soll: „Macht die Fenster der Kirche weit auf.“

„Pacem in terris“ ist der Titel einer Enzyklika, in der er die Bedingungen des weltweiten Friedens bedenkt. In Verbindung mit der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus wird auf der Rückseite der Glocke die Schöpfung in einem Medaillon thematisiert. Darauf bezieht sich auch das biblische Zitat am oberen Rand der Glocke: „Gott sah alles, was er gemacht hatte. Es war sehr gut.“ Gen 1, 31a. und das Gebet im unteren Bereich: „Herr Jesus Christus, auf die Fürsprache des hl. Papstes Johannes XXIII. schenke Zukunft unserer seufzenden Schöpfung.“

Spenden

Für die Erneuerung der Glocken sind Gesamtkosten von 520.000 € veranschlagt. Das Erzbistum Paderborn übernimmt einen Anteil von 310.024 €. Der Kirchengemeinde St. Peter und Paul verbleiben 209.976 € als Eigenanteil.

Nach der Kirchenrenovierung 2008 hat der Kirchenvorstand Rücklagen gebildet. Aus diesen Rücklagen stehen zur Finanzierung 110.000 € zur Verfügung. Wir hoffen, die restlichen 99.976 € durch Spenden finanzieren zu können. Bis zum 17. Mai sind bereits 54.563,73€ gespendet worden. Allen Spendern ein herzliches Dankeschön.

Wenn Sie unser Projekt ebenfalls unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Überweisung auf das Konto:

Pfarrei St. Peter und Paul, IBAN: DE64 4726 4367 7600 1587 00, Verwendungszweck: Neue Glocken.

Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.


Installation der Glocken

Am 01.02. beginnt die Installation der Glocken im Kirchturm. Die Fa. Holzbau Risse, Meschede, wird am Montag das Material für den Glockenstuhl hochziehen, am Dienstag werden die Glocken in den Kirchturm befördert. Der Zeitplan sieht vor, das Ende Februar diese Arbeiten abgeschlossen sind.

Einbau der Glocken

Die Firma Holzbauer Risse aus Meschede hat den Glockenstuhl fertiggestellt und in ihren Räumlichkeiten aufgebaut. Der zuständige Ingenieur hat ihn geprüft und abgenommen. Am vergangenen Mittwoch wurde mit der Fa. Risse und der Fa. HEW der Einbau des Glockenstuhls und der Glocken vor Ort abgesprochen.