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St. Peter und Paul Bad Driburg

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul Bad Driburg

Eine erste spätromanische Kirche wurde etwa 1260 an diese Stelle gebaut. Diese fiel 1636 einer Feuersbrunst zum Opfer und wurde 1676 in einer barocken Ausstattung wieder aufgebaut.

Die heutige dreischiffige neugotische Hallenkirche wurde in den Jahren 1894 - 1897 nach Plänen des damaligen Paderborner Diözesanbaumeisters Arnold Güldenpfennig errichtet.

Die Kirchenfenster wurden von Schneiders & Schmolz in Köln gefertigt und 1896 eingebaut. Das Dreikönigsfenster hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe zum "Denkmal des Monats Januar 2006" gekührt.

Die ebenfalls neugotische Ausstattung der Kirche stammt aus der "Wiedenbrücker Schule" (Werkstätten Becker-Brockhinke und Schweppenstedde, 1896-1898) und ist praktisch vollständig erhalten. Sie wird wegen ihrer kunsthandwerklich herausragenden Qualität gelobt. Die Ausmalung des Kirchenraumes im barockisierenden Jugendstil besorgte Eduard Goldkuhle im Jahre 1909.

1898 lieferte Franz Eggert aus Paderborn die damals 27-registrige Orgel. Sie wurde nach Umbauten im Jahre 1989 von Eggerts Nachfolger Siegfried Sauer mit überzeugendem Ergebnis in das originale Klangbild zurückgeführt und ist seitdem wieder eine der klangschönsten deutsch-romantischen Orgeln im Hochstift Paderborn. Das Instrument hat heute mechanische Schleifladen bei 31 Registern auf zwei Manualen und Pedal.

 

Der romanische Taufstein von 1260, zwei Barockskulpturen der Schutzheiligen aus dem Jahre 1676 sowie der Grabstein des Domherrn Heinrich von Driburg wurden aus der um 1260 errichteten und 1891 abgerissenen Vorgängerkirche St. Petrus übernommen.

So stellt sich die Pfarrkirche St. Peter und Paul als Gesamtkunstwerk des Historismus dar.

Zwischen 2008 und 2009 wurde die Kirche umfassend renoviert. Dazu gehörte insbesondere die Freilegung und Auffrischung der 100 Jahre zuvor vollendeten Ausmalung, deren Wirkung durch die neu beschaffte Kirchenbeleuchtung eindrucksvoll herausgehoben wird.


Die Glocken von St. Peter und Paul

Zu jeder Kirche gehören Glocken. Sie sagen an, was die Stunde geschlagen hat, sie rufen zu den Gottesdiensten, sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf freudige Ereignisse oder Unglücke.

Auf den Turm und den Dachreiter verteilt, versehen sieben Glocken seit 71 Jahren ihren Dienst in St. Peter und Paul. Schon 1946, als hätte man keine anderen Sorgen gehabt, wurden diese Glocken aus Bochum herangeschafft und im Turm plaziert. Es ist das dritte Geläut seit Errichtung der Kirche. Die ersten drei Bronzeglocken, zwei aus der alten Kirche übernommen, eine 1896 dazu gegossen, wurden im ersten Weltkrieg requiriert. Dann wurden 1924 drei neue Bronzeglocken in den Turm gezogen, die den zweiten Weltkrieg nicht überstanden.

Im Protokollbuch des Kirchenvorstandes heißt es unter dem 19.5.1946: „Die Anschaffung von fünf neuen Glocken beim Bochumer Verein (Abt. Glockengießerei) wird freudig gutgeheißen und einstimmig beschlossen.“ und am 03.09.1946: „Am kommenden Sonntag soll die Weihe der Glocken sein. Weiter soll eine sechste Glocke, eine Angelusglocke und eine für den Friedhof angeschafft werden.“ Unter dem 17.7.47 wird anerkennend erwähnt, dass Heinrich Kappe, Glöckner an St. Peter und Paul, große Opfer bei der Beschaffung der Glocken auf sich genommen hat.

Die kurze Zeitspanne zwischen Beschluss und Ausführung der Glockenanschaffung lässt schon vermuten, dass die Glocken nicht neu hergestellt wurden, sondern aus dem Altbestand der Firma Bochumer Verein zusammengestellt wurden. Das Gussjahr ist auf den Glocken vermerkt und gibt Auskunft, dass vier Glocken 1938/39 und drei Glocken 1946 gegossen wurden. Es sind die ersten Gussstahlglocken im Kirchturm von St. Peter und Paul. Seither gab es bei den regelmäßigen Wartungsarbeiten anfallende Reparaturarbeiten. Als größere Maßnahme wurde 1972 der Glockenstuhl durch eine feuerverzinkte Stahlkonstruktion ersetzt.


Innen-Panorama

Das Erzbistum-Paderborn zeigt auf seiner Internetseite Panoramen verschiedener Kirchen des Erzbistums. In einem 360-Grad Rundumblick kann man sich ihr Inneres dreidimensional, deailgenau und farbenprächig (siehe Bild oben) interaktiv ansehen:

Panorama von St. Peter und Paul    (öffnet ein neues Browserfenster)

Kleine Anleitung: Bringen Sie den Mauszeiger in die Bildmitte und bewegen Sie die Maus, bei gedrückter Maustaste, langsam in die Richtung in die Sie schauen möchten. Links, Rechts, Decke, Fußboden. Alles geht. Rein- und Rauszoomen erledigt das Mausrad. Im Fall von "Touch" ersetzen sie die Maus durch einen und das Mausrad durch zwei Finger. In beiden Fällen gilt: immer schön langsam bewegen, sonst fahren sie leicht Karussell.

Taucht im Bild ein Pfeil auf, können Sie sich durch Anklicken auf einen neuen Standort innerhalb der Kirche begeben.